Kosten und Förderung für die Pelletheizung

In einem Pelletofen werden gepresste Holzstäbchen verbrannt, die aus Abfällen der Holzverarbeitung stammen. Das Holz wächst in heimischen Wäldern und verbrennt CO2-neutral, denn es wurde zuvor so viel CO2 aus der Luft aufgenommen, wie bei der Verbrennung wieder abgegeben wird. Daneben ist für den Eigenheimbesitzer oder Gewerbebetrieb eine Pelletheizung im laufenden Betrieb günstiger, weil die Rohstoffpreise unter denen von Öl und Gas liegen. Wer eine Heizungsanlage für Pellets installiert, kann diverse Fördermittel erhalten.

Der sinnvolle Einsatz einer Pelletheizung

Wenn ein Pelletofen eingebaut wird, entstehen Kosten über diejenigen einer Öl- oder Gasanlage hinaus. Es müssen der Heizraum, ein Pelletlager, die Fördereinrichtung und der Schornstein hergerichtet werden. Da der laufende Betrieb wirtschaftlicher ist als bei Öl und Gas, lohnt sich der Einbau einer Pelletheizung besonders bei Neu- und Umbauten. Der Markt verzeichnet ein starkes Wachstum, was für den Pelletofen spricht. Neben der ausgezeichneten Umweltbilanz liegen die Heizkosten zwischen 30 bis 50 Prozent unter denen einer Öl- oder Gasheizung. Das sind Richtwerte aus dem Jahr 2011, allerdings ist nicht zu erwarten, dass sich die Preise für Pellets verdoppeln oder diejenigen für Öl und Gas halbieren – im Gegenteil. Die Pelletheizung bleibt sicher auf sehr lange Sicht die günstigere Variante. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet, denn die Pellets kommen fast ausschließlich aus Deutschland. Ob es einmal zu einer Verknappung kommen könnte, ist aus Sicht des Dezember 2011 schwer zu sagen, allerdings ist dann Nachschub aus Polen und Tschechien zu erwarten. Die Produktion von Pellets ist in Deutschland auf einem technologisch sehr hohen Stand, die Nachbarländer werden das Potenzial erkennen und bald nachziehen.

Kosten einer Pelletheizung

Zu den Kosten gehören diejenigen für den Pelletofen selbst, das Lager, das Austragungssystem, den Pufferspeicher und die gesamte Installation. Die Kosten werden gefördert, die Anbieter offerieren Komplettpakete, sodass ein Preisvergleich relativ einfach ist. Es gibt verschiedene Bauarten für den Ofen, dieser kann über unterschiedliche Leistungsstufen verfügen. Ein vollautomatischer Pelletofen mit 15 kW Leistung, ausreichend für ein großes Eigenheim oder einen kleineren Gewerberaum (bis rund 170 m² Fläche) kostet rund 5.000 Euro. Die Zuführung der Pellets kann durch ein Fallstufen- oder Unterschubsystem gestaltet werden, die Entaschung kann manuell oder automatisch erfolgen, auch kann eine Lambdasonde zur Kontrolle der optimalen Verbrennung eingebaut werden oder nicht. All das beeinflusst die Preise für die Anlage, weshalb hier wirklich nur grobe Anhaltspunkte genannt werden können. Ebenso verhält es sich mit den übrigen Preisen:
-Pelletlager: bis rund 2.000 Euro für 3 Tonnen Volumen
-Erdtank: bis rund 3.000 Euro für 5 Tonnen Volumen
-Austragungssystem: zwischen 500 bis 3.000 Euro
-Installation: rund 2.000 Euro

Förderung der Anlage

Die BAFA und die KfW fördern die Anlagen, die direkten Zuschüsse betragen anlagenabhängig ab rund 2.000 Euro. Diese Mittel werden allerdings fast jährlich neu kalkuliert, daher muss der Bauherr im Jahr der Planung recherchieren. Die Förderung hängt auch von der Art der Heizungsanlage für die Pellets und des Bauvorhabens ab, zudem kann über vergünstigte Kredite (KfW, regionale Programme) oder nicht rückzahlbare Zuschüsse (BAFA) gefördert werden. Die Fördermittel werden voraussichtlich bis mindestens 2020 erhalten bleiben, da sich der Anteil erneuerbarer Energien bis dahin deutlich steigern soll. Fachbetriebe beraten jeden Bauherrn konkret zu Fördermöglichkeiten.

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